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Begriff: psychosoziale Beratung

Beratung vermittelt und ermöglicht…

durch das Erteilen fundierter Informationen, Rat oder Diagnosen
spezifische Orientierung & Klarheit zur Problemlösung

Das Problem eines Menschen steht im Mittelpunkt


Eine Beratung will eine Orientierung, Bewältigung eines Anliegens oder Lösung eines Problems aus dem Alltag bzw. der Lebenssituation eines Menschen ermöglichen. Der Gegenstand der Beratung ist dabei vor allem das Anliegen oder das Problem eines Menschen. Dieser wählt daher auch einen Berater bzw. eine Beratungsstelle gemäß seinem jeweiligen Bedarf aus. Im Rahmen des entstehenden Austauschs richten sich dann Informationen, Vermittlungen, Rat oder Diagnosen des Beraters aufklärend, aufdeckend bzw. vermittelnd an die Fähigkeiten des Ratsuchenden, um Einsicht, Entscheidung und / oder Veränderung zu ermöglichen – dessen hierfür erforderliche Handlungskompetenzen vorausgesetzt; diese sind in klassischen Beratungen zwar eher sekundär, spielen aber im (sozial-)pädagogisch-psychologischen Interaktionsprozess und vor allem in spezifischeren Beratungsformen eine aktive Rolle.

Die Beratung vollzieht sich demzufolge vorrangig in Form eines Dialogs und basiert auf der Bedeutung des zugrunde liegenden Verbs „beraten“, das im gut gemeinten Sinne „vorschlagen“, „empfehlen“, „für etwas sorgen“ und „sich (etwas) zurecht legen / überlegen“ meint. Somit findet die (allgemeine) Beratung auch ihre Grenzen an der Schwelle zu spezifischeren Beratungsformen bzw. spezifischeren Formen der Wegbegleitung, hierbei vor allem zur „Therapie“, wo Beratung teilweise als methodisch gestalteter Problemlösungsprozess zu verstehen ist, sowie in der anderen Richtung zur niedrigschwelligen „Information“ oder „Auskunft“; sie ist allerdings meist – wenn auch vorrangig in geringem Maße – integraler Bestandteil anderer Formen der Wegbegleitung, wobei sich Beratungsansatz, -feld und -konstellation entsprechend unterscheiden können. Maßgebliche Kriterien einer jeden Beratung sind allerdings neben der Freiwilligkeit und Motivation des Ratsuchenden, der Methoden- und Gestaltungskompetenzen des Beraters sowie der Kooperationsbereitschaft zwischen Ratsuchendem und Berater auch, dass der Ratsuchende nach einer Beratung stets selbst die Entscheidung über das „Ob“ und das „Wie“ trifft. Ein sich Beratung suchender behält also stets die Verantwortung für das, was ihm durch die Beratung ermöglicht und hierin vermittelt wird.


veröffentlicht am 1. August 2016