Offenes Fortbildungsangebot für pädagogische Fachkräfte

Bedürfnisorientiert erziehen, bilden & begleiten

Ein kindeswohl-orientierter Ansatz mit Erfolgsaussichten

Dauer: 1 Tag

Datum: 13.09.2022

Zeit: 09.00-16.30 Uhr

Ort: Vallendar (Ort wird bei Zusage bekannt gegeben)

Referentin: Julia Auschill

Kosten*: 160,- €

* Die Kosten enthalten:
Seminargebühr, Handouts, Verpflegung (heiße + kalte Getränke, Mittagessen, Snacks), MwSt.

Der pädagogische institutionelle als auch familiäre Alltag mit Kindern ist heute von vielen Einflüssen geprägt und gekennzeichnet. Viele dieser Einflüsse sind derzeit auf (spätere) Leistungsorientierung und hohe Ich-Ideale ausgerichtet; besonders die frühkindliche Bildung ist daher seit jeher gefordert, den gesellschaftlichen Strömungen kontinuierlich entgegenzutreten und den Blick auf das Kind zu wahren, damit besonders im Kleinkind- und Kindesalter zunächst grundlegende Selbst- und Sozialkompetenzen wie z.B. Selbstsicherheit und Resilienzen angelegt werden.

Ermöglicht wird dies heute mehr denn je durch ein am Wohl des Kindes ausgerichtetes Handeln, welches das einzelne Kind wirklich wahrnimmt. Doch wie kann dies im pädagogischen Alltag gelingen? Und wie kann vor allem der oft empfundene Spagat der „individuellen Förderung des einzelnen Kindes“ vs. der „Gruppenförderung“ gelingen?

Das Seminar setzt sich damit auseinander, dass dem Wohl des Kindes im Besonderen die Achtung der Rechte der Kinder und die Beachtung der Bedürfnisse eines Kindes bzw. von Kindern zu Grunde liegen. Daher erfolgt eine Auseinandersetzung mit dem Begriff des „Kindeswohls“, um vor allem dessen Kernprinzipien näher unter die Lupe zu nehmen. Zum Gelingen tragen die Betrachtungen unterschiedlicher Bedürfnis-Modelle bei: welche gibt es überhaupt und (wie) lassen sie sich im pädagogischen Alltag nutzen? Darüber hinaus wird u.a. den Fragen nachgegangen: „Was bedeutet eine „Bedürfnisorientierung?“, „An wessen Bedürfnissen gilt es, sich (wie) zu orientieren?“, „Sind Wünsche und Bedürfnisse eigentlich das selbe?“, und: „Gibt es Grenzen in der Bedürfnisorientierung?“.

Ziel ist es, Ihnen Antworten, Anregungen und Impulse auf diese und weitere Fragen zu geben und Sie als pädagogische Fachkraft (teilweise workshop-ähnlich) darin zu stärken und zu begleiten, eine bedürfnisorientierte pädagogische Haltung zu entwickeln bzw. weiterzuentwickeln. Hierbei spielen Achtsamkeit, Respekt sowie die Prinzipien der gewaltfreien Erziehung als auch der gewaltfreien (wertschätzenden) Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg eine zentrale Rolle; sowohl gegenüber dem Kind als auch gegenüber sich selbst. Sie erhalten daher Raum sowie z.B. auf praktischen Beispielen basierende Impulse, sich mit dem noch recht jungen Ansatz in der pädagogischen Arbeit auseinanderzusetzen und diesen mit all seinen Facetten zu einem unverzichtbaren Pfeiler Ihrer pädagogischen Arbeit werden zu lassen.

Inhalte

  • Der pädagogische Dreiklang „Kindeswohl – Kinderrechte – Bedürfnisorientierung“
  • Grundbedürfnis-Modelle auf dem Prüfstand für den pädagogischen Alltag
  • Bedürfnisorientierung als pädagogisches Kernprinzip: Begriffsklärung und Transfer
  • Wie die Gewaltfreie Kommunikation mit dem bedürfnisorientierten Ansatz verschmilzt: zur Bedeutung von Gefühlen und Bedürfnissen
  • Zum Umgang mit einem „Bedürfnis-Quartett“
  • Grenzen – und zum Umgang mit Grenzen (in) der bedürfnisorientierten Arbeit

Hinweise

Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Eingangsbestätigung; ca. 4 Wochen vorher dann nähere Informationen.

Die Rechnung wird Ihnen nach Abschluss der Veranstaltung bzw. nach dem jeweiligen Veranstaltungsmodul gestellt.

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